Ratgeber
Umzugscheckliste: Schritt für Schritt ins neue Zuhause
Das Wichtigste in Kürze
- Beginnen Sie zwei bis drei Monate vor dem Umzug mit der Planung.
- 8 bis 12 Wochen vorher: Wohnung kündigen, Umzugstermin festlegen, ausmisten.
- 4 bis 6 Wochen vorher: Halteverbotszone, Nachsendeauftrag, Ablesetermine, Telefon und Internet ummelden.
- Nach dem Einzug: innerhalb von zwei Wochen beim Bürgeramt anmelden.
- Die Checkliste gibt es auch als PDF zum Ausdrucken.
Ein Umzug besteht aus vielen kleinen Aufgaben – und die meisten haben eine Frist. Mit dieser Checkliste behalten Sie den Überblick: von den ersten Schritten zwei bis drei Monate vorher bis zur Ummeldung nach dem Einzug. Unsere Checkliste Umzug zum Ausdrucken finden Sie außerdem als PDF.
8 bis 12 Wochen vorher: die Weichen stellen
- Mietvertrag kündigen: schriftlich und fristgerecht – am besten per Einschreiben mit Rückschein. Für Mieter beträgt die Kündigungsfrist in der Regel drei Monate.
- Mit dem Vermieter klären: Welche Renovierungspflichten gelten für den Auszug? Wann und wie wird die Kaution (einschließlich Zinsen) zurückgezahlt?
- Umzugstermin festlegen und entscheiden: Umzug in Eigenregie oder mit einem Umzugsunternehmen? Mit dem Umzugsrechner ermitteln Sie Ihr Umzugsvolumen in wenigen Minuten; bei größeren Umzügen vereinbaren wir einen kostenlosen Besichtigungstermin.
- Urlaub beantragen für den Umzugstag und am besten einen Tag danach – fragen Sie Ihren Arbeitgeber auch nach Sonderurlaub.
- Ausmisten: Keller, Garage und Dachboden entrümpeln. Was nicht mit soll, verkaufen, verschenken oder entsorgen – Sperrmülltermine erfahren Sie bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Jeder Karton weniger spart Zeit und Geld.
- Lücken überbrücken: Liegen Auszug und Einzug nicht am selben Tag, planen Sie eine Zwischenlagerung ein.
- Kinder: Kita oder Schule am neuen Wohnort rechtzeitig anmelden.
4 bis 6 Wochen vorher: organisieren und Bescheid geben
- Angebot bestätigen und festlegen, was das Umzugsunternehmen übernimmt: Packen, Möbelmontage, Küche, Möbellift?
- Halteverbotszone: Sie wird bei der zuständigen Straßenverkehrsbehörde beantragt, meist etwa zwei Wochen vorher. Wenn Sie uns beauftragen, kümmern wir uns darum – mehr im Ratgeber Halteverbotszone.
- Telefon und Internet ummelden, Strom und Gas ummelden oder kündigen. Den Internetanschluss früh ummelden, denn die Umstellung kann dauern.
- Ablesetermine mit den Versorgungsbetrieben vereinbaren (Wasser, Strom, Gas, Fernwärme).
- Nachsendeauftrag bei der Post einrichten, damit keine Briefe verloren gehen.
- Übergabetermine mit dem alten und dem neuen Vermieter vereinbaren.
- Handwerkertermine klären und Angebote einholen – über unseren Handwerker-Service vermitteln wir ortsansässige Betriebe.
- Einrichtungsplan für die neue Wohnung erstellen: Welches Möbelstück kommt in welchen Raum?
- Versicherung klären: Wie ist Ihr Umzugsgut abgesichert? Mehr unter Versicherung & Haftung.
- Verpackungsmaterial bestellen. Wenn Sie selbst packen, liefern wir Ihnen Kartons, Packmaterial und Luftpolsterfolie.
In den letzten zwei Wochen: packen und vorbereiten
- Packen: Mit selten Genutztem anfangen. Kartons mit Inhalt und Zielraum beschriften, schwere Dinge wie Bücher in kleine Kartons. Mehr Tipps in unseren Verpackungstipps.
- Wichtiges separat: Wertsachen, Dokumente, Medikamente und Schlüssel packen Sie in eine eigene Tasche und transportieren sie selbst.
- Kiste für die erste Nacht: Bettwäsche, Handtücher, Waschzeug, Ladekabel, etwas Werkzeug, Leuchtmittel, Toilettenpapier und etwas zu essen.
- Kühl- und Gefrierschrank rechtzeitig leeren und am Vortag abtauen.
- Waschmaschine: Wenn vorhanden, die Transportsicherung wieder einsetzen.
- Betreuung für Kinder und Haustiere am Umzugstag organisieren.
- Parkplatz: Die Schilder der Halteverbotszone stehen einige Tage vor dem Umzug – prüfen Sie, ob alles passt.
Am Umzugstag und danach
Am Umzugstag
- Einrichtungsplan an die Umzugshelfer verteilen, damit jedes Möbelstück gleich im richtigen Raum landet.
- Kleine Stärkung für das Umzugsteam bereitstellen – Getränke und ein Snack wirken Wunder.
- Zählerstände für Strom, Gas, Wasser und Heizung in der alten und der neuen Wohnung ablesen und fotografieren.
- Letzter Rundgang: Keller, Dachboden, Garage, Balkon und alle Schränke kontrollieren.
- Übergabeprotokolle der alten und der neuen Wohnung prüfen, Schlüssel vollständig zurückgeben.
- Erreichbar bleiben, damit das Umzugsteam Fragen schnell klären kann.
Nach dem Umzug
- Ummelden: Innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug müssen Sie sich beim Bürgeramt bzw. Einwohnermeldeamt anmelden. Bringen Sie Personalausweis oder Pass und die Wohnungsgeberbestätigung Ihres Vermieters mit. Über unseren Relocation-Service nehmen wir Ihnen Behördengänge auf Wunsch ab.
- Neue Adresse mitteilen: Arbeitgeber, Bank, Finanzamt, Krankenkasse, Versicherungen (Haftpflicht, Hausrat, Auto, Leben), Familienkasse bzw. BAföG-Amt (Amt für Ausbildungsförderung), Rundfunkbeitrag, Vereine, Abos und Online-Shops.
- Fahrzeug: Die Adresse in den Fahrzeugpapieren ändern lassen.
- Alte Wohnung: Um die Endreinigung kümmern wir uns auf Wunsch, damit die Übergabe entspannt abläuft.
Gut zu wissen
Häufige Fragen zur Umzugsplanung
Wann sollte ich mit der Umzugsplanung anfangen?
Idealerweise zwei bis drei Monate vor dem Umzug – spätestens, wenn die Kündigung der alten Wohnung raus ist. Dann haben Sie genug Zeit für Angebote, Besichtigung und Halteverbotszone.
Bis wann muss ich mich nach dem Umzug ummelden?
Innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug beim Bürgeramt bzw. Einwohnermeldeamt Ihres neuen Wohnorts. Dafür brauchen Sie die Wohnungsgeberbestätigung Ihres Vermieters. Vielerorts braucht man einen Termin – buchen Sie ihn am besten schon vor dem Umzug.
Wie viele Umzugskartons brauche ich?
Das hängt von Ihrem Haushalt ab. Einen guten Anhaltspunkt gibt unser Umzugsrechner. Bei der Besichtigung schätzen wir die Menge mit Ihnen ab und liefern das Material auf Wunsch.
Gibt es die Checkliste auch zum Ausdrucken?
Ja, als Checkliste Umzug (PDF). Dazu finden Sie unsere Verpackungstipps und alles zur Absicherung Ihres Umzugsguts unter Versicherung & Haftung.
Was sollte ich am Umzugstag selbst transportieren?
Alles, was Sie sofort brauchen oder was unersetzlich ist: Ausweise und Dokumente, Schmuck und Bargeld, Medikamente, Schlüssel und die Kiste für die erste Nacht.
Sie wollen die Checkliste abkürzen?
Vieles davon übernehmen wir für Sie – von der Halteverbotszone bis zum Auspacken.
